Bei der Familienmesse am Sonntag in Waidhofen an der Ybbs drehte sich alles um das Evangelium vom Feigenbaum (Lk 13,6-9), der schon drei Jahre keine Früchte getragen hatte und den der Besitzer deshalb umhauen wollte. Sein Winzer setzte sich jedoch für den Baum ein und meinte zum Besitzer, dass er es noch einmal versuchen und sich um den Baum kümmern wolle.
Auch in der Stadtpfarrkirche gab es einen ziemlich armseligen und düren Feigenbaum ohne Früchte, den der Kaplan ebenso umhacken wollte. Nach einem Probeschlag mit der Axt auf ein Holzscheite am Hackstock wollte er gemäß dem Evangelium den Baum zu "Brennholz" verarbeiten. Aber mutige Winzer, die Ministranten der Pfarre, setzten sich für den Feigenbaum ein und überzeugten ihn, ihm noch eine Chance zu geben und sich gemeinsam um ihn zu kümmern.
Denn Gott schenkt auch immer wieder eine neue Chance und Jesus kümmert sich um seine Geschwister, damit sie mit ihm aufblühen und so gute Früchte hervorbringen. Er verlässt sie nicht!